Der Boris geht nach Afrika!

Posted by Chris on Juni 29, 2009

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Tja, mein lieber Opensource-Mitstreiter Boris hat seine Drohung nun doch wahrgemacht und reist nach Afrika, um eine technische Schulungseinrichtung im Rahmen eines Hilfsprogrammes in Informatikfragen zu unterstützen.

Er wird uns hoffentlich häufig über seine Erlebnisse informieren in seinem eigens dafür eingerichteten Blog: http://garkida.wordpress.com/

Den Fotos nach zu urteilen, gibt es bestimmt einiges zu tun. Ich wünsche Dir vorab schon einmal alles Gute und viele schöne und interessante Erlebnisse und Bekanntschaften!

Die Welt ist wieder in Ordnung, wenn Microsoft FUD verbreitet… 1

Posted by Chris on Juni 20, 2009

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Die enge „Zusammenarbeit“ (man könnte es auch Prostitution in Form von Girobuchungen nennen) mit dem Hardwarehersteller Asus zeigt uns, das Microsoft endlich wieder so handelt, wie wir es von früher kennen. Zu sehen ist dies in der neuesten EEE-PC-Kampagne von Asus. Beim ersten Blick auf die dazugehörige Webseite glaubt man erst, es handle sich um einen Witz. Falls das Video Zicken macht, ist es auch auf Youtube erhältlich. Aber es ist kein Fake sondern durchaus ernst gemeint. Offenbar traut der Konzern Frauen maximal die Bedienung von Windows XP zu (welche dabei debil lächeln, während das Familienoberhaupt die Brötchen verdient). Da spricht Asus wohl ein ganz bestimmtes Kundensegment an, welches von Emanzipation noch nie gehört geschweige den gelesen hat. Die beste Frau meines Lebens kann im übrigen sehr wohl mit Linux umgehen, sogar mit Fedora und sie würde sich beim Anblick dieses Sülzfilmes ziemlich sicher übergeben.

Schade ist, dass Asus sich schamlos bedient hat bei Linux, denn fast jedes Motherboard wird seit geraumer Zeit mit Splashtop ausgeliefert, wobei es sich um nichts anderes als ein kleines Linux-System handelt (aber der Kunde soll dies tunlichst nicht wissen). Der sensationelle Erfolg einer neuen Geräteklasse innerhalb von wenigen Monaten, den sogenannten „Netbooks“, durch die EEE-PC’s wurde mit Linux möglich, welches damals das Standard-Betriebssystem war (vor allem weil kein neueres Windows auf den kleinen Kistchen lauffähig ist und Windows XP offiziell nicht mehr im Verkauf war). Schnell musste Microsoft handeln und holte XP aus der Mottenkiste, die Kunden sollten besser ein 8jähriges System vorgesetzt bekommen als freie Linux-Luft zu atmen. In einer Diktatur ist Bildung eben der größte Feind. Den Netbookherstellern wurden Angebote unterbreitet, die sie nicht ablehnen konnten und heute muss man Linux extra bestellen beim Netbookkauf.  So darf Asus heute offiziell als „Leecher“ bezeichnet werden, also „Blutegel“ oder „Schmarotzer“, da sie sich mit Opensource bereichert haben, ohne je etwas zurückzugeben.

Für Linux-Benutzer und Admins trotzdem ein Grund zur Freude, denn man konnte in letzter Zeit fast ein bisschen Angst bekommen durch all die Bemühungen von Microsoft in Richtung Opensource zu gehen. Ein Microsoft-Logo beim Booten von Novell’s SuSE hätte wohl so manchen Linux-Admin seine Berufswahl überdenken lassen. Aber zum Glück kehrt der Konzern zu seinen Wurzeln der FUD-Verbreitung zurück.

Genießen wir das  wohlige Gefühl, endlich wieder Gewissheit zu haben, auf der richtigen Seite zu spielen, die propagandistischen Kapitalisten tun wieder das, was sie am besten können: Schwachsinn verbreiten und hoffen, das jemand anbeisst. Etwas Undergroundfeeling kommt wieder auf. Und noch etwas Gutes: Die Wahl der nächsten Hardwarekomponenten wird auch ein bisschen leichter ;-)

Linux-Distributions Test Nr. 7: *** Mandriva 2009.1 ***

Posted by Chris on Juni 12, 2009

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Obwohl gerade erst der Fedora 11-Löwe in die freie Wildbahn entlassen wurde, dachte ich mir, „den sollen andere testen“. Da Fedora sowieso auf den meisten meiner Maschinen läuft, wäre ich ohnehin befangen.

Dem einsteigerfreundlichen PCLinuxOS die Basis bietend steht Mandriva schon seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste zum Testen.

Zurzeit (nicht zuletzt dank dem neuen Release) auf Platz 6 von Distrowatch finden wir Mandriva, welches noch bis ca. 2005 Mandrake hiess. Mehr zur Herkunft, Geschichte und viele Details zu dieser großen Distribution sind in Wikipedia zu finden. So kann ich mich gut auf die Details konzentrieren, welche Mandriva von anderen Distributionen abhebt. Und das sind schließlich immer noch genug.

Herkunft / Ursprung

Gem. Wikipedia und der Linux-Distributions-Geschichtstafel wurde Mandriva (dass vor einem Namenskonflikt eben noch Mandrake hiess) von Redhat abgeleitet (genauer: 1998 von Gaël Duval). Diese Herkunft ist ja bereits ein gutes Zeichen.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.mandriva.com
  • Businessmodell: Verkauf von div. Server- und Desktopversionen, auch USB-Sticks
  • Ungefähre Grösse der Vollversion als ISO-Image: 690 MB
  • LiveCD Funktion: Ja
  • Sprachen: Div. Übersetzungen
  • Abgeleitet von: RedHat
  • Kernel: 2.6.29
  • Package-Management: rpmdrake (grafisch) und urpmi (CLI)
  • Paketformat Standard: RPM
  • Release-Zyklus: Ungefähr nach Jahreszeiten (z.B. „Spring Edition“)
  • Standarddesktop: KDE
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: In Kwin integriert (Standard seit KDE 4)
  • Kosten für Updates und Support: Je nach Lizenz der kommerziellen Version ab 49 Euro. Keine Kosten (Wiki, Foren) für die freien Versionen
  • Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Unfreie Software in den kommerziellen Versionen enthalten
  • Dokumentationen: http://doc.mandriva.com/
  • Forum: http://forum.mandriva.com/
  • Wiki: http://club.mandriva.com/xwiki/bin/view/KB/
  • Bugtracker: Bugzilla => https://qa.mandriva.com/
  • Mitmachen: http://www.mandriva.com/en/community/start

Besonderheiten dieser Version

  • MSEC Sicherheitspaket
  • Zentrale Konfiguration mit drakconf und den draktools
  • Schnelle Updates durch Delta-RPM’s

Erster Eindruck vom Desktop

Auch Mandriva schliesst sich dem allgemeinen Trend zur Einfachheit auf dem Desktop an. Die Schriften und die Kontrollleiste sind in der Standardeinstellung etwas zu klein für kurzsichtige Benutzer. Die feine Auswahl an Extra-Plasmoiden gefällt mir. Man merkt, dass die Mandriva-Designer den Wechsel von KDE 3 zu 4 sehr sanft machen wollten, denn es sieht auf den ersten Blick eher wie eine 3er Version aus.
Prinzipiell zu KDE 4.2 noch ein paar Anmerkungen: Dank den Features und der Stabilität (endlich) von KDE 4.2 in der Grundinstallation lässt es nun meines Erachtens auch MacOSX hinter sich (bei passenden Grafikkartentreibern umso mehr). Die noch vorhandenen Bugs (Semantischer Desktop, Plasma-Activities, automatische Plasmoideninstallation) werden durch die standardmäßig vorhandenen Features (PowerDevil, SVN-Integration, Unterstützung von verschlüsselten Partitionen und USB-Sticks im Dateimanager Dolphin) mehr als ausgeglichen. Auch die Plasmoiden-Entwicklung in der Community nimmt jetzt an Fahrt auf, es wird künftig sicher noch viele tolle Spielzeuge mehr geben ;-) Es wird endlich Zeit, einmal selber so ein Ding zu programmieren, was ich mir schon seit über einem Jahr immer wieder vornehme. Ich finde es erstaunlich, wie sehr man KDE4 visuell verändern kann auch ohne spezielle Kenntnisse, was es den Distributoren ermöglicht, eindeutige Merkmale bereitzustellen bei maximaler Portierbarkeit. Das war natürlich auch schon bei den Vorgängern so, aber nicht in dem Masse wie heute. Soviel also zu KDE unter Mandriva, bitte entschuldigt die Abschweifung.

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Leider wird die Freude am aufgeräumten Desktop etwas getrübt durch Icons wie „Herzlich Willkommen“, „Join Mandriva“ und gar „Upgrade to Powerpack“, gerade letzteres ist in einer reinen Community-Version ein Unding, aber wir wollen mal nicht zu pingelig sein, denn wie bereits erwähnt hat Mandriva auch kommerzielle Distributionen im Programm und dadurch natürlich auch ein bisschen kommerzielle Interessen.

Hier weiterlesen…

Wie war das nochmal mit Aufträgen der öffentlichen Hand?

Posted by Chris on Mai 26, 2009

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Ach ja, öffentlich ausgeschrieben sollten sie jeweils werden! Offenbar gilt dies aber nicht für den IT-Sektor in der Schweiz, schade, dass uns erst die Engländer darauf aufmerksam machen müssen: http://www.eweekeurope.co.uk/news/red-hat-sues-switzerland-over-microsoft-monopoly-965

Update 28.05.2009: Wie ich gerade bei heise.de erfahren durfte, ist auch das Bundesverwaltungsgericht dieser Meinung ;-)

Eine öffentliche Ausschreibung würde halt vermutlich wie beim Beispiel der Stadt München dazu führen, dass der Monopolist endlich abgelöst wird.

Ich kann die Krisen-Sprüche “Die Schweiz muss die Krise als Chance nutzen” angesichts solcher Mauscheleien (oder kann man hier gar schon von Korruption sprechen?) echt nicht mehr hören: Anstatt endlich einmal echte Chancen wahrzunehmen, einen ganzen Batzen Geld zu sparen, welches nach Redmond, USA fliesst, wird weiterhin der vermeintlich bequemere aber teure Weg der Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen gegangen. Der Leidens- und Finanzdruck kann also gar nicht so gross sein, sonst gäbe es in dieser Richtung wesentlich mutigere Entscheidungen.

Dabei geht es nicht mal so sehr um die vermiedenen Lizenzkosten, aber es würden dadurch langfristig Arbeitsplätze im Inland gefördert resp. zusätzlich geschaffen werden!

Hier noch ein sehenswertes Video von der letzten Cebit, in welchem der Projektleiter von Limux der Stadt München, Florian Schießl, das Projekt erläutert (Dauer: 30 Minuten):
http://streaming.linux-magazin.de/events/cos09/archiv/mi05/

Linux-Distributions Test Nr. 6: *** Foresight GNOME Edition 2.1.0 *** 6

Posted by Chris on Mai 09, 2009

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Zurzeit ungefähr auf Platz 65 von Distrowatch liegt die unscheinbare Distribution Foresight. Sie soll dem Benutzer eine einfache Plattform bieten, mit der die Multimedia- und Office-Angelegenheiten und auch sonstige Tätigkeiten sehr einfach von der Hand gehen sollen. Das Projekt hat ein  dediziertes Team für die Gnome-Implementierung, wodurch stets die neuesten Gnome-Features in Foresight bestaunt werden können.

Herkunft / Ursprung

Es gibt keine eindeutige Herkunft. Bei der Installation wird man durch Anaconda an Fedora erinnert und auch beim Starten sind frappante Ähnlichkeiten zu beobachten, aber das war’s dann auch schon mit den Ähnlichkeiten. Conary stammt von rPath Linux ab. Es steckt auch ein Teil Gentoo drin, da der verwendete Paketmanager Conary  auch so etwas wie “emerge” kennt, mit welchem Pakete nicht einfach installiert, sondern direkt auf der Maschine kompiliert werden können.

Wichtigste Daten in Kürze:

  • Homepage: http://www.foresightlinux.org/
  • Größe der Vollversion als ISO-Image: 1.3 GB
  • LiveCD Funktion: Nein
  • Sprachen: Div. Übersetzungen
  • Abgeleitet von: rPath
  • Kernel: 2.6.27
  • Package-Management: Conary unterstützt die Formate DEB und RPM gleichermaßen, auch “emerge” von Gentoo wird unterstützt
  • Release-Zyklus: Verschieden, je nach Edition (Gnome Full/Lite, XFCE, Kid’s, Mobile)
  • Standarddesktop: Hauptsächlich Gnome (Full und Lite Edition), XFCE Edition in anderem Releasezyklus
  • 3D-Desktop / Desktopeffekte: Compiz
  • Kosten für Updates und Support: Keine (Wiki, Foren)
  • Lizenz: Grösstenteils GPL V.2. Keine proprietäre Software in der Grundaustattung vorhanden
  • Support: IRC und Mailingliste => http://www.foresightlinux.org/support.html
  • Dokumentationen: http://www.foresightlinux.org/docs.html
  • Forum: http://forum.foresightlinux.org/
  • Wiki: https://wiki.foresightlinux.org/dashboard.action
  • Bugtracker: Jira => https://issues.foresightlinux.org/secure/Dashboard.jspa
  • Mitmachen: https://wiki.foresightlinux.org/display/teams/Home

Besonderheiten dieser Version

Erster Eindruck vom Desktop

Der erste Eindruck ist der, welcher sich bei den meisten Distributionen heutzutage zeigt: Sehr schön und aufgeräumt. Die meisten Distributoren scheinen mittlerweile verinnerlicht zu haben, dass ein leerer Desktop mit einem schönen und beruhigendem Hintergrundbild der beste Anfang ist. Hier weiterlesen…