Linux’ Huge Pages für Oracle nutzbar gemacht.

Posted by Chris on November 20, 2009

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Huge Pages [1] kennt jedes moderne Betriebssystem. Die Frage ist lediglich, ob Applikationen diese direkt nutzen können. Unter Linux müssen die Applikationen dies explizit anfordern. Es macht für grosse Serverapplikationen durchaus Sinn, Überlegungen anzustellen, ob man diese Möglichkeit nutzen soll. Oracle ist hierfür ein sehr gut geeignetes Beispiel. Schon ab 2GB Shared Memory (wenn man mehrere Instanzen hat und genügend Memory zur Verfügung stehen) lohnt sich die Konfiguration von dediziertem Speicherplatz bestehend aus Huge Pages. Da aber Oracle selber nicht automatisch Huge pages anfordert, reservieren wir einfach den voraussichtlichen Bereich im Shared Memory. Dies wird durch Kernelvariablen erledigt, entweder mit dem Kommando sysctl (für das laufende System) oder persistent in der Datei /etc/sysctl.conf. Im folgenden Beispiel habe ich einen Server mit 72GB RAM auf 48GB Shared Memory konfiguriert. Von einer huge page-Grösse von 2MB ausgehend reservieren wir die entsprechende Anzahl huge pages, um auf die 48GB zu kommen. Durch die Angabe einer Gruppe wird der Bereich exklusiv für die Gruppe “dba” reserviert.
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Wieder mal ein Leser-EMail, zur Abwechslung an eine Krankenkasse 1

Posted by Chris on November 16, 2009

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Tja, manchmal juckt es mich einfach in den Fingern, vor allem, wenn ich in semiprofessionellen Heftchen von irgendwelchen Firmen pseudojournalistischen Unsinn lesen darf (gezwungen wurde ich ja nicht dazu ;-) . Ein Beispiel ist die aktuelle Heftchen (04/2009) der Schweizer Krankenversicherung “Sanitas“. Die Wortwahl in den Artikeln ist nicht nur häufig unpassend, sondern auch menschenverachtend. Der Gebrauch des Unworts “Überalterung” (nein, dieses Wort gibt es nach wie vor nicht) zeigt dies einmal mehr. Dazu mein Leseremail, das wieder mal viel zu lange geraten ist, aber die aktuelle Situation der Krankenkassen aus meiner Sicht treffend beschreiben mag:

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Kritik an KDE 4.3.5 und Mandriva 2010.0

Posted by Chris on November 07, 2009

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In eigener Sache möchte ich meinem Ärger etwas Luft machen: Warum wurde Mandriva 2010.0 so früh freigegeben? Der Update von 2009.1 dürfte bei 30% der Benutzer (diejenigen, welche die Distribution nicht nur als Windows-Ersatz benutzen) Probleme gemacht haben (so wie mir). Auch nach einer frischen Installation bin ich nicht überzeugt, dass die neue Version Produktionsreife hat!

Aber der Reihe nach: Vor ein paar Tagen erhielten alle Benutzer vom Mandriva-Update-Applet die Möglichkeit, ihre Version 2009.1 auf die neueste 2010.0 zu aktualisieren. Im Glauben, im Jahre 2009 sei es endlich möglich, einen Distributionsupgrade sauber durchzuführen, hat mein Spieltrieb gesiegt und nach ca. 30 Minuten war schon alles Vorbei. Leider hörte der Prozess mit einer Fehlermeldung auf, trotzdem schien der Prozess als Ganzes durchgelaufen zu sein, denn ich hatte nicht allzuviel spezielle Repositories aktiviert. Leider funktionierte nach dem Reboot kein Update-Prozess mehr. Nicht lange gefackelt und eine Komplett-Neuinstallation gemacht (dauert auch nur 20-30 Minuten). Natürlich glänzt Mandriva mit den neuesten Features: 2.6.31er-Kernel, Kernel-Modesetting, falls der Grafikchip es unterstützt, ein sauberes und hochkontrastiges Layout, wirklich sehr edel. Aber trotz allem noch unreif, denn KDE kränkelt immer noch an Grundsätzlichem: Man kann weder Social Desktop noch das Twitter-Applet (Microblogging) hinzufügen, ohne dass der Plasma-Desktop abstürzt. Die semantische Desktopsuche funktioniert immer noch nicht per Default, nein, man kann sie noch nicht einmal aktivieren, da das Soprano-Backend fehlt (zumindest sagt die Fehlermeldung das, denn installiert wäre das Backend sehr wohl!). Als kleinen Scherz meldet das Mandriva-Update dann auch noch, es wäre eine neue Version erhältlich: 2009.1, tja, warum zur Abwechslung nicht mal ein Downgrade ;-)   (dieser Bug wurde heute gefixt). Zu meinem persönlichen Ärger scheint ein Problem mit HAL die Arbeit als Benutzer in KDE mit verschlüsselten externen USB-Disks (oder Keys) zu verunmöglichen.

Versteht mich bitte nicht falsch, Mandriva ist nach wie vor eine exzellente Distro mit unglaublich guten grafischen Konfigurationswerzeugen. Aber ich habe den leisen Verdacht, dass Mandriva möglichst zeitnah zu Windows 7 oder Ubuntu 9.10 veröffentlicht werden sollte, koste es was es wolle und wie bei Ubuntu sind einfach zu viele Fehler noch offensichtlich vorhanden. Es scheint wie so häufig zu wenig Zeit und Ressourcen zum Testen gegeben zu haben (an der mangelnden Bereitschaft, Bugreports einzusenden kann es nicht mehr liegen). Ein grosser Teil der Kritik gilt KDE 4.3.5 insbesondere: Man fragt sich, warum die Architektur zulässt, dass Plasmoiden, welche von Nicht-Profis entwickelt werden (was ja auch so sein soll, damit eine kreative Vielfalt entstehen kann), den Plasma-Desktop immer noch so einfach zum Absturz bringen können. Dies ist für mich das Hauptärgernis am Desktop, das darf einfach nicht passieren, es braucht eine viel bessere Abgrenzung gegen die Hauptressourcen (Prozesse, Speicher) vom Plasma-Desktop!

Nachtrag: Etwas überraschend positives ist dafür von Pulseaudio zu vermelden: Mit mehreren Soundkarten (Onboard 5.1, USB-Headset kabellos) ist es problemos und vor allem kinderleicht möglich, jede Soundausgabe zu steuern (Sound aus den 5.1 Boxen, dass die Wände wackeln und der Nachbar sauer wird, und telefonieren mit dem Headset, oder umgekehrt, wenn man will). Das war schon vorher möglich, aber es scheint nun sehr stabil und zuverlässig zu funktionieren und die Steuerelemente von Pulseaudio-Control wurden vereinfacht und sind intuitiv.

Freiheit, die ich meine

Posted by Chris on Oktober 22, 2009

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Freiheit, was für ein armes Wort, jeder benutzt es, doch keiner meint damit dasselbe…

Ein prominentes Beispiel: Sie nennt sich “IG Freiheit” (eine Interessensgemeinschaft kann alles sein, nur nicht verbindlich), eine lose Gruppe von (meist einschlägig bekannten) Neoliberalen. Schon auf der Homepage sieht man, wie der wackere Mann mit der Sense die Gesetzeslandschaft niedermäht.

Zynisches gibt es dort zu entdecken, wie der Spruch: „24h Lebensqualität – Ja zu offenen Tankstellen-Shops“. Schnell wird klar, wessen Freiheit diese IG meint: Ihre eigene! Die Freiheit, immer und überall einzukaufen und zu konsumieren. Die Dummen sind dann eben die Angestellten, sie haben in der Regel kaum die “Freiheit”, eine Nachtschicht abzulehnen, denn dann sind sie schnell einmal Arbeits-”frei”. Genug der schlechten Wortspiele…

Nach humanistischer Tradition, kann man über unsere Gesetze nach wie vor sagen (Zitat Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social): „Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.“
Ein Abbau von Gesetzen zielt immer auf Steuererleichterungen oder Aufweichung von Arbeitsrechten ab, denn sie werden stets von denselben politischen Lagern eingereicht, das sollte heute ein jeder begriffen haben. Niemand wird für uns „Normalos“ mal schnell die Steuergesetze oder die Verselbständigung vereinfachen (auch wenn sie uns dies so verkaufen wollen).

Ich kenne übrigens Nachtschichten aus eigener Erfahrung und habe sie gehasst. Früher oder später macht sie sich physisch und/oder psychisch bemerkbar. Dabei wurde ich eigentlichgut bezahlt mit den Zuschlägen, die man in der IT-Branche erhält (denn sonst findet man dort wirklich niemanden, der sowas macht).

Also bitte, liebe IG Freiheit, versucht Euch nicht zu maskieren mit dem schon zu häufig vergewaltigten Wort Freiheit. Steht dazu, wer und was Ihr seid, ein Millionärsklub mit definiertem Ziel, aber achtung: Freiheit heisst auch Verantwortung und Euer Luxus ist nicht unsere Freiheit!

So wie sich die Arbeitszeiten heute schon ausgeweitet haben, fragt sich auch schon die Uni Zürich (Artikel NZZ), warum Freiwillige Arbeit rückläufig ist.

[1] http://news.nzzexecutive.ch/human_resource_management/forschung/miliz-engagement_lohnt_sich_1.3394771.html
[2] http://www.igfreiheit.ch/

Schöne freie Applewelt 2

Posted by Chris on Oktober 22, 2009

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Ob die Geschichte über die „verschwundene“ I-Phone-Applikation der SBB nun genauso stimmt oder nicht, dass Apple 30% der Verkaufssumme einbehält, wenn die zugrundeliegende Transaktion über ihr System läuft, wäre doch schon Grund genug, als Anbieter die Finger davon zu lassen, jeder andere Dienstleister bekäme einen Tritt in den Allerwertesten, wenn er 30% Provision anmeldete. Naja, irgendwoher muss der Anstieg des Aktienkurses der Firma Apple ja gefüttert werden, oder?

Nur hat die SBB nicht wirklich eine Wahl, eben weil sie nur die von Apple veröffentlichte API benutzen darf und da draussen hunderttausende von I-Phone-Benutzern ihre Tickets über ihr Spielzeug kaufen sollen. Ein weiteres glorreiches Beispiel einer Abzocke mit proprietärer und unfreier Sotfware.

Tja, es ist eben noch lange kein freies System, was eine Programmierschnittstelle (API) anbietet.

[1] http://www.inside-it.ch/frontend/insideit?_d=_article&site=ii&news.id=19299